
Viele Menschen – vor allem junge – benutzen täglich soziale Netzwerke; eines davon ist Instagram. Das Netzwerk wird durch Werbung finanziert. Die meisten Inhalte sind aber ohne eigenen Account nicht verfügbar.
Die Urheberrechte verbleiben beim jeweiligen Hochlader der Bilder. Aber
ACHTUNG:
Mit dem Hochladen der Fotos wird Instagram eine weltweite Lizenz
zur Verwendung der Bilder eingeräumt.
Diese bleibt solange gültig, wie das Konto, über das die Bilder hochgeladen wurden, auf Instagram aktiv ist. Das bedeutet, dass die hochgeladenen Fotos je nach Gutdünken des Betreibers von Imstagram (Meta, die auch Facebook betreiben) jedwelchen Personen weitergeben, d.h. gegen Entgelt weiterverkaufen können. Also werden die eigentlich persönlichen Bilder selbständig und unkontrolliert im Netz sozusagen herumflattern.

Durch das Hinzufügen von zwei HTML-Codzeilen kann der Betreiber seine Webseite „monetarisieren“. Google AdSense selbst wirbt mit diesem unschönen Wort um Kunden.

Und das geht sooo einfach:

Wenn ein Benutzer auf diese Webseite mit AdSense klickt, geht ein Buhlen um die ID-Adresse oder den digitalen Fingerprint des Benutzers unter Webseiten-Betreibern los.
Die Funktionsweise von AdSense ähnelt der einer Auktion. Die angebotene Werbefläche wird dem Werbetreibenden angeboten, der mit dem höchsten Preis den Zuschlag erhält. Diese Auktionen werden in Echtzeit ausgewertet. Die Schnelligkeit wird ermöglicht, indem die Werbetreibenden festlegen, wie viel Geld sie für einen Klick ausgeben möchten. Das Angebot mit dem höchsten Preis-Pro-Klick wird ausgewählt und erhält die Werbefläche. Somit weiss der User nie, welche Art von Werbung er daraufhin erhalten wird.
Milliarden von solchen Auktionen werden täglich im Internet ausgeführt.
Nach folgender Beschreibung wird auch klar, was mit der „Monetarisierung“ gemeint ist. Jedem Leser dieser Zeilen sollte klar sein, dass auch heute keine freizügigen Spender herumlaufen, die einfach ohne Eigennutz Geld verteilen.
Hier versuche ich den Ablauf eines Beispiels zu beschreiben. (Preisangaben sind nicht realistisch)
| Nr | Wer | Tätigkeit | Wo | Hinweis |
| 1 | Holzwerk.ch | <KLICK> | TeneriffaReisen.com Instagrammer mit GoogleAdSense | Besitzer von Holzwerk möchte in die Ferien |
| 2 | Schreiner.ch | bietet 2$ | in GoogleAdSense-Auktion | Holzwerk ist potentieller Käufer von Holz |
| 3 | Werkzeug.de | bietet 3$ | in GoogleAdSense-Auktion | Holzwerk ist potentieller Käufer von Werkzeug |
| 4 | Pizza-Service.ch | bietet 4$ | in GoogleAdSense-Auktion | Holzwerk ist potentieller Interessent von Mahlzeiten |
| 5 | Pizza-Service.ch | erhält Info von IP und digitalem Fingerprint und bezahlt Angebot von 4$ an TeneriffaReisen | Gutschrift in GoogleAdSense-Auktion | Influencer von TeneriffaReisen hat seine „Moneten“erhalten, und die Seite darf Werbung bei Holzwerk machen. |
| Ideales Ende der Auktion | ||||
| 6 | Shopping.com | bietet 55$ | in GoogleAdSense-Auktion | Shopping ist ein FakeShop, d.h. will nichts verkaufen sondern ein gutes Geschäft machen mit Maleware und FishingMails verbreiten. |
| ==>Auktion endet bösartig !!! | ||||
Der Vorgang im Internet dauert nur wenige Nanosekunden; fürs Lesen und Verstehen benötigst du wahrscheinlich sehr viel mehr Zeit.
Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW hat am 20.11.2025 folgende Infos zu Fakeshops herausgegeben:
„Der Fakeshop-Finder hat bereits 86’000 gefälschte Online-Shops identifiziert. Jeden Monat kommen rund 1’200 neue Shops dazu. Und jeden Tag geben Verbraucher etwa 13’000 Anfragen in die Suche des Fakeshop-Finder ein. Die Zahlen zeigen, wie verbreitet der Betrug im Online-Handel ist und wie gross die Unsicherheit bei Verbraucher.
Ein wachsendes Risiko für Verbraucher geht von Fakeshops aus, die gezielt über bezahlte Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram verbreitet werden. Diese Fakeshops werden häufig unmittelbar nach Freischaltung einer neuen Domain beworben und erreichen innerhalb kürzester Zeit eine große Zahl potenzieller Opfer – noch bevor sie an relevanter Stelle in Google-Suchergebnissen landen. Die Geschwindigkeit der Verbreitung über soziale Medien erhöht das Schadenspotenzial erheblich. Zur besseren Früherkennung dieser Betrugsformen hat der Fakeshop-Finder seit Oktober dieses Jahres ein neues Überwachungsmodul. Es scannt Werbeanzeigen auf den Plattformen Facebook und Instagram anhand von typischen Schlüsselbegriffen, die häufig in Fakeshop-Kampagnen eingesetzt werden. Das Modul soll dazu beitragen, die Erkennungsrate des Fakeshop-Finders im besonders dynamischen Bereich der Social-Media-Werbung signifikant zu erhöhen und damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention zu leisten.„
Übrigens sind mir beim Erstellen dieses Berichtes noch folgende Gedanken durch den Kopf spaziert. Im 20.Jahrhundert träumten die meisten Buben einmal Pilot, Lockführer oder Feuerwehrmann zu werden.

Heute träumen Buben und Mädchen davon, mit einem erfolgreichen Instagram-Portal in Zukunft sehr viel Geld zu verdienen.

Instagram ist ein grosser Gold-Esel,
der gefüttert werden will.