Cookies – Nicht immer Brösmeli im Getriebe!

Fälschlicherweise werden Cookies oft als Textdatei bezeichnet.
Ein Cookie ist aber ein Datensatz oder Informationshappen. Genauer, besteht ein Cookie aus einem Paar von Daten, einem Schlüssel und einem Wert. Ein Cookie wird im Endgerät des Nutzers vom Browser verwaltet und somit dort gespeichert.
Über obige Aussage sind sich die Spezialisten nicht wirklich enig. Auch meine eigenen Recherchen würden eher auf Textdateien hinweisen.

In der Ansicht unten habe ich die ersten 31 Zeilen der JavaScript-Datei ‚prefs.js‘ dargestellt; sie enthält 365 Zeilen und befindet sich im AppData-Ordner von meinem momentan benutzten Browser ‚Mozilla/Firefox/Profiles/yyyyyyyy.default‘ mit heutigem Datum. In diesem Ordner befinden sich noch weitere 68 Dateien (Text, Script und SQLITE). Dies alles nur im Ordner, der HEUTE erstellt worden ist. Die älteren Ordner habe ich nicht untersucht; getraue mich aber nicht sie zu löschen. Vielleicht läuft dann nichts mehr wie gewünscht.

Datei mit Cookie-Angaben
Datenbank mit Cookies ©https://dr-dsgvo.de/cookies-sind-keine-textdateien/

Und so sollen die Cookies bei mir abgelegt sein und dazu noch diese grosse Anzahl, obwohl ich alle unnötigen Cookies ablehne! Die meisten speichern Informationen über deine Aktivitäten um Informationen über dich zu sammeln und deine Nutzung der Webseite zu verfolgen.

Heutzutage denken die meisten Benutzer vom WorldWideWeb, dass man Cookies unbedingt vermeiden sollte, weil sie ja bösartig sind. Allerdings sieht man jeweils beim Anklicken des Datenschutzes eine Anzeige mit den Schaltflächen [Alle akzeptieren], [Nur Notwendige ] und [Auswahl speichern]. Daran habe auch ich mich gewöhnt und dachte immer: „Na ja, der Betreiber kann ja alles, was er will als ‚NOTWENDIG‘ bezeichnen, denn Notwendigkeit ist eine persönliche Interpretations-Sache!“

Beim Analysieren der Cookies und ihrer Funktionalität für diesen Bericht, fand ich dann schon folgende wichtige Gründe.

  1. Daten, die nur während der Verweilzeit auf der Webseite vorhanden sein müssen:
    Dies sind Komponenten, die für das Funktionieren des Programmes unabdingbar sind. Z.B bei einer Bestellung müssen Anzahl, Farbe, Beschaffenheit, Grösse usw vorübergehend bekannt sein, damit der Kunde ein befriedigende Lieferung erhält.
  2. Daten, die über längere Zeit, allenfalls auch für immer bekannt sein müssen:
    Dazu gehören die Liefer- und Rechnungs- sowie E-Mail-Adressen. Der Kunde wäre sicher nicht glücklich, diese Angaben bei jeder Bestellung einzugeben.
  3. Daten, die als Informationsquelle gesammelt werden:
    Hier geht es darum, möglichst viele Informationen über den Kunden zu erhalten. Der Webseiten-Betreiber kann dadurch gezielte Werbung machen. In der Schweiz werden die Möglichkeiten mittels Datenschutzgesetz geregelt.
  4. Daten, die an Interessenten weiter verkauft werden:
    Die wie bei Punkt 3 beschriebenen Daten können unter gewissen Umständen verkauft und dann für alle Zeiten auf irgendwelchen Datenbanken aufbewahrt werden. Das Gesetz schreibt vor, dass der Benutzer darüber informiert wird und die Weitergabe von seinen persönlichen Infos durch eine Bestätigung erlaubt. Dies ist meistens in den sogenannten AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) aufgeführt und wird dort freigeschaltet.
    ACHTUNG: Für mich ist das bereits eine GRAU-ZONE, denn wer liest jeweils die vielfach Seiten langen AGBs so genau?

Das Problem ist nicht das Cookie selbst,
sondern wie Tools und Scripts
die Cookies schädlich ausnutzen!