
Der digitale Fingerprint ist eine nahezu eindeutige Kennzeichnung der Herkunft von Daten. Er stellt das Ergebnis einer Hashfunktion dar, d.h. es ist ein Schlüssel in fester Länge, der aus Eingaben von unterschiedlicher Länge entstanden ist. Bildlich gesprochen ist er eine Datenspur, respektive ein digitaler Fussabdruck mit sehr genauen und ganz persönlichen Informationen über den Benutzer und dessen Gewohnheiten im Internet!
Die Daten werden in einer Google-Datenbank abgelegt und können mit entsprechenden Apps von jedermann gelesen werden!
Mache einmal folgenden Test; vielleicht erschreckst du dann über das Ergebnis:
- Gib folgende Eingabe in der Adresszeile deines Browsers ein
„wwwschutz.de/demo/wwwschutz-ki-check-public-p4/start.php„ - Untenstehende Anzeige sollte erscheinen

- Tippe die Adresse deiner Favoriten-Webseite ein (hier Google-Map für Schweiz)
- Scrolle nach unten bis der Begriff „Browser Fingerprint“ erscheint.

- Jetzt müsstest du folgende Infos sehen: deine benutzte Sprache, Plattform, Bildschirmauflösung, Farbtiefe, Browser und vieles mehr.
Die vorher beschriebene Datensammlung ist aber nicht das Einzige was Google und andere Betreiber speichern. Weit verbreitet (geschätzte 50 bis 80% aller Webseiten) ist Google Analytics, ein Web-Analyse-Onlinedienst. Dieser Dienst kann eine Vielzahl von Ereignissen und Interaktionen auf Webseiten und in mobilen Apps messen und je nach Wunsch des Seitenbetreibers über kürzere, längere oder immerwährende Zeit aufbewahren!
- Sitzungsdauer
- Absprungrate
- eCommerce-Aktionen
- Aufrufe einzelner Seiten
- Scrollen
- Abspielen von Medien
- Interne Suchvorgänge
- Teilen von Content
- Kampagnentracking
- Verweildauer auf einer Website
- Seitenaufruf ohne weitere Aktion gilt als Absprung.
- Produktansichten, Warenkorb-, Bezahl- und Bestellvorgänge
- Web- und Bildschirme-Apps
- Wo und Wann (Ereignisse) sowie Wie Auf oder Ab (Tiefe)
- Player-Angaben
- Suche innerhalb der Seite
- Soziale Medien
- Analyse der Herkunft des Benutzers (E-Mail, Google-Suche)
Eine Einbindung des Analytik-Skripts erschliesst Google jedwelche Möglichkeit, um Daten zu erheben. Gemäss dem Philosophen Rainer Mühlhoff trägt diese Einbindung zur „digitalen Entmündigung“ von Nutzern bei.
Was weiss eigentlich Google über mich?
Hier die Anzeige nach obiger Eingabe „google.com/dashboard“ (nur mit Google-Konto möglich!)

Wenn ich bedenke, dass alle obigen Infos von abertausenden Benutzern bei jedem Aufruf einer Webseite jahrelang auf einer Datenbank aufbewahrt werden, dann sehe ich nur noch SCHWARZ.
Es ist einfach unvorstellbar, dass so viele Informationen
auf Serverfarmen irgendwo in einer Wüste gespeichert werden.
Das braucht enorm Energie für Betrieb und Kühlung!