Viele verbringen täglich eine Menge Zeit in den Chat-Rooms vom Netz

Chatrooms bieten die Möglichkeit zum Austausch und zur Kommunikation im Internet. Sie sind auf verschiedenen Webseiten integriert und haben unterschiedliche Funktionen. Dadurch ergibt sich jedem die Chance, mit befreundeten Personen, mit völlig Fremden oder mit ganzen Gruppen zu plaudern.
Urs Hölzle ein ehemaliger Chef von Google sagt „ChatGPT ist ein Taschenrechner für die Sprache statt für die Zahlen.“
Ich persönlich habe bis jetzt bewusst noch nie ChatGPT benutzt, ebenso vermeide ich wo immer möglich Künstliche Intelligenz. Leider wird uns diese beim Besuch von Internetseiten immer mehr aufgezwungen.
Das Schlimmste für mich als Urgestein der Informatik, wo man sich auf die eindeutige Logik verlassen konnte, ist, dass die Algorithmen sich verselbstständigen und meine eigen Logik immer mehr einfach übergangen wird. Das Resultat befriedigt mich vielfach nicht, denn wenn ich mehrere Male die gleiche Eingabe mache, bekomme ich jedes Mal ein anderes Ergebnis. Für mich ein täglicher Frust.
Die verschiedenen Chat-Rooms bieten meistens folgende Versprechen an
- Lerne neue Leute kennen
- plaudere mit Freunden und diskutiere über verschiedene Themen.
- Registriere Deinen persönlichen Nicknamen und schütze ihn so vor Missbrauch.
- Chatten ist kostenlos und auch ohne Registration möglich.
Vielfach vergisst man dabei, dass die bekannten Gefahren der Internetbenutzung auch hier allgegenwärtig sind. Folgende Tücken sind immer vorhanden:

- Abzockerei
- Trojaner (schädliche Programme)
- Phishing
- Identitätsdiebstahl
Meine Überzeugung ist, dass die Mafia keine Auftragsmorde mehr macht, da mit Kriminalität im Internet viel mehr und auch bequemer Geld verdient werden kann!
Folgendes Erlebnis hat mich ziemlich erschreckt. Vor einiger Zeit war ich mit meiner Tochter mit der Bahn unterwegs. Das Zugabteil war mit meist älteren Fahrgästen besetzt, die meisten waren nicht alleine. Sie hatten ihre Mobiltelefone in der Hand und plauderten mit den Bekannten über die gerade auf dem Display erschienen Information. Meine Tochter nahm danach ihr eigenes Mobile ebenfalls hervor und tippte kurz etwas ein. Jetzt zeigte sie mir die Anzeige. Es waren 3 Zeilen mit kurzen Fantasienamen wie ‚Mimi65‘, ‚MyLoves33‘ oder ‚Gruppe70‘. Ich hatte keine Ahnung was das sein soll.
Ich selber bin jeweils mit meinem sehr alte Handy unterwegs. Mit diesem kann ich überall telefonieren, wenn ein Telefonnetz aktiv ist. Das Display zeigt Telefon-Nummern, Adressen oder auch SMS an. Aber ich habe mir absichtlich ein Handy OHNE Internetfunktion gekauft.

Meine Tochter erklärte mir, dass die 3 Fantasienamen von Chatrooms der in der Nähe sitzenden Personen kommen. Man könne das Geplauder ohne spezielle Tricks, Apps oder Darknet mitverfolgen. Dann wählte sie mit ihrer App für Chatfunktionen einen der 3 Namen. Bei der Frage nach Passwort nahm sie das Wort ‚admin‘, und wupps: schon beim ersten Versuch waren wir mitten drin im Chat und konnten alles mitlesen.

Da staunte ich nicht schlecht, welche persönliche Nachrichten hin und her geschickt wurden. Mir war es nicht sehr wohl, als ich sah, dass wir sehr private Bilder und Gedanken mitverfolgen konnten. Deshalb bat ich meine Tochter, dass sie diese Aktion abbrechen solle.
Ich wusste schon, dass auch beim Installieren von neuen Funktionen auf meinem PC die Passwörter für den ersten Aufruf jeweils ‚123456‘, ’system‘ oder eben ‚admin‘ lauten. Aber es wird immer wieder darauf hingewiesen, ein neues und starkes Passwort zu setzen. Ich hoffe sehr, dass die Jugendlichen solche Einrichtungen sicherer benutzen.

Beim Chatten gilt wohl der alte Leitspruch:
„Achtung, Feind hört mit!“